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ARTEN- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Ziel des Entwicklungskonzeptes "Donaumoos" ist der Landschaftsschutz. Der bisherige intensive Ackerbau soll deshalb zu Gunsten einer extensiven Grünlandnutzung stark reduziert werden. Durch diese Maßnahme will man erreichen, dass der bereits massiv mineralisierte und erodierte Torfkörper des Niedermoores erhalten bleibt oder wenigstens sein Schwund erheblich verlangsamt wird.

Flächenstilllegungen sind denkbar ungünstig, da der Wildwuchs von so genannten Ackerunkräutern mit Samenflug immens zunimmt. Der maschinelle Pflegeaufwand und die damit verbundenen Kosten würden steigen.

Eine echte Alternative bietet die Beweidung mit "Auerochsen", deren Nahrungsspektrum nahezu alle Süß- und Sauergräser und sogar holzige und stachlige Pflanzenteile umfasst.

Die äußerst robusten "Auerochsen" übernehmen ganzjährig die kostengünstige Landschaftspflege

Gleichzeitig entwickelt sich allmählich eine vielseitig strukturierte Landschaft mit verschiedenen Landschaftselementen.

Landschaftsschutz im obigen Sinn beinhaltet Torfkörperschutz (durch Dauergrünland) und damit auch Hochwasserschutz, da ein ausreichend starker Torfkörper riesige Wassermengen schwammartig aufsaugen kann.

Der beste Arten- und Biotopschutz wird in den Bereichen gewährleistet, wo jegliche landwirtschaftliche Nutzung oder sonstige Störpotentiale ausbleiben. Da diese Flächen allerdings sehr klein sind, müssen geeignete Bereiche, wie z. B. Wasserrückhaltebecken mit extensiver landwirtschaftlicher Nutzung einbezogen werden. Extensive, ganzjährig betriebene Weideflächen, mit einem maximalen Rinderbesatz von 0,6 - 0,8 GV/ha, das ist weniger als 1 Rind pro 10 000 Quadratmeter, haben eine hohe positive ökologische Wirkung.

Diese Gebiete sollen dann als Brutgebiete für den Großen Brachvogel, Wachtelkönig, Grauammer und Kiebitz dienen. In naturnahen, nährstoffarmen Bächen soll sich die Bachmuschel entwickeln und besonders Libellen einen Lebensraum finden.

Wir denken also nicht nur an eine artgerechte, naturnahe Haltung unserer Rinder, sondern auch an Kleinsäuger, Vögel, Insekten und Amphibien. Deshalb wurden Hecken, Feuchtbiotope und Blühpflanzenbereiche eingerichtet. Diese bieten den verschiedenen Arten Unterschlupf, Nistmöglichkeiten und Nahrung. Bei uns gibt es keine Unkräuter und Ungräser, keine Platzräuber und kein Ungeziefer.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten bei gleichzeitiger extensiver landwirtschaftlicher Nutzung ohne Pestizide zu erhalten.

Zusammenfassend soll eine hohe Biodiversität>> im gesamten Bereich des Sandizeller Retentionsraumes erreicht werden.

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